Mittwoch, 28. April 2010

Baum

Baum, Baum
Geisterbaum
Pforte in die Anderswelt
 
Platz des Friedens
Stiller Raum
öffnet seine Schwelle
 
Intensiver Ahnenplatz
Heilger Ort und Kindheitstraum
Du hast mich gelehrt

Sonntag, 25. April 2010

Frühling

Hallo allerseits. Es ist Frühling (falls ihr es noch nicht gemerkt habt ;-)) und alles sprießt. Die Bäume treiben aus und die Tiere sowie die Menschen kriegen Gefühle. Für den Selbstversorger ist gartentechnisch jetzt Hauptsaison.

Für den Naturgärtner ist jetzt die Zeit sich um das Sähen und Pflanzen zu kümmern. Die Beete gehören jetzt vorbereitet (der Schweiß steht einem in Perlen auf der Stirn, vom Graben und weil die Sonne schon ganz schön vom Himmel lacht).

Aber die Freude über die ersten Frühlingsblumen ist riesengroß. Als Allererstes lassen sich bei uns die Winterlinge blicken.

Natürlich kommen Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblume, Primeln und auch, etwas später, die Krokusse.
Auch die ersten Tulpen lassen nicht lange auf sich warten.

Ein Frühbeet und/oder ein Gewächshaus leistet jetzt gut Dienste um sich selber Pflänzchen vorzuziehen. Das Sähen ins Freiland ist meist erst ab April möglich. Die Pflanzen im Gewächshaus muss man “Abhärten” , das heißt immer wieder raus stellen, um sie an das doch rauere Klima im Freien zu gewöhnen bevor man sie in die vorbereitet Erde des jeweiligen Beetes pflanzt.

Jetzt ist auch die beste Zeit, um mit dem leidigen Thema Schnecken zu starten. Eine gute - aber aufwändige - Methode ist es Bretter aufzulegen in der Nähe der Beete und jeden Tag in der Früh die versammelten (sie verkriechen sich gerne unter diesen Brettern) Aasgeier - *ähmm* Aasfresser -, ja Schnecken sind Aasfresser, bzw. sie fressen die schwachen oder geschwächten Pflanzen (jede frisch gepflanzte Pflanze ist geschwächt bis sie richtig angewurzelt hat).

Man könnte einmal darüber nachdenken, warum denn diese Schnecken ausgerechnet unsere Kulturpflanzen fressen, wenn sie doch eigentlich Aas bevorzugen und nicht die rundherum massenhaft wachsenden Wildkräuter und Beikräuter (landläufig Unkräuter genannt). Da könnte man doch auf eine gewissen Vitalitätsunterschied schließen.

Sicher, bei einer sehr hohen Zahl der Schneckenpost ist nichts mehr sicher vor ihnen.
Tja und genau um sie zahlenmäßig im Zaum zu halten sollte man schon früh im Frühjahr mit dem Sammeln (und was etwas brutal klingt) vernichten beginnen.

Natürlich kann man auch “human” sein und sie gewähren lassen. Allerdings ist es Nerven schonender, dann kein Gemüse anzubauen. Ist ja auch egal, denn man kann ja auch die Wildkräuter und das Wildgemüse essen, dass sowieso mannigfaltig wächst. In unserem Garten gibt es auch noch eine Menge (circa 50) Obstbäume.
Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Pfirsiche, Marillen , Mirabellen um nur einige zu nennen. Also von daher wäre Gemüseanbau nicht nötig. Doch möchten wir halt auch diese Kulturpflanzen zur unseren eigenen Versorgung wegen der Abwechslung und auch wegen dem schöpferischen Aspekt haben, deshalb Schneckenjagd … .

http://www.use-roses.com

Donnerstag, 15. April 2010

Ab Montag,dem 19.04.2010 laufend...

Hallo lieber Blogbesucher!

Wirtschaftskrise tönt es aller Orten. Der Wunsch, autonom Leben zu können, keimt in immer mehr Menschen. Außerdem wird immer mehr ungesunde, denaturierte Nahrung von der Nahrungsmittelindustrie angeboten. Dadurch steigt die Anzahl der Allergien. Immer mehr Menschen suchen nach alternativen Ernährungsmöglichkeiten, und nach einem nachhaltigen und der Natur zugewandten Lebensstil.

Lebensmittel, die den Namen Lebensmittel verdient haben, selbst zu produzieren, ohne Chemie und Gifte, im eigenen Garten als Selbstversorger, dass ist das Ziel, das wir verfolgen. Wir, das sind meine Frau Ulrike und ich (Robert). Wir möchten anderen Menschen unser Know-how und vor allem unsere Erfahrungen weitergeben - eine Anregung bieten, eigene Selbstversorgerprojekte zu starten.

Wir leben am Land und haben circa 3600 m² Gartenfläche. Diese nutzen wir, um unsere eigenen Lebensmittel zu produzieren.

Eine Faustformel besagt, dass circa 1000 m² Fläche pro Person für die Vollversorgung mit vollwertigen Lebensmitteln ausreichen.
Durch Nutzung von Synergien und spezielle Maßnahmen (z.B. Hügelbeet, Vertikalgarten, etc.) und konsequente Permakulturplanung kann man dieses Ziel auch mit weniger Fläche erreichen. Unser sechsköpfige Familie hat nun schon bisher teilweise von unserem Land gelebt und jedes Jahr gelingt es uns mehr, echte Lebensmittel für unseren persönlichen Bedarf zu erzielen.

Doch auch jemand, der nicht so eine große Fläche zur Verfügung hat (sogar, wenn sie lieber Leser nur einen kleinen Balkon haben) kann durch das richtige Anwenden von Permakultur einen Teil seiner Ernährung selbst erwirtschaften und damit ein Stück Unabhängigkeit gewinnen und etwas gesünder leben. Außerdem macht es viel Freude, die Natur zu leben.

Durch spezielle Techniken kann man den Aufwand sehr stark reduzieren und wesentlich effizienter Lebensmittel produzieren.
Klar, ohne Zeitaufwand und ein bisschen Arbeit geht es leider nicht, doch Permakultur bietet einige Möglichkeiten der Erleichterung , wie sonst könnten meine Frau und ich diese 3600 m² bewirtschaften.

So genug der Einleitung. In der Folge möchten wir mit diesem Blog jedem, der Interesse daran hat, unser Wissen und unsere Erfahrung weitergeben.

Mit Freude am Leben
Ulrike und Robert

PS: ab Montag den 19.04 Tipps für Selbstversorger und Naturliebhaber. Es wird Gartentipps geben. Tipps für Selbstversorgung. Tipps für autonomes Leben. Aber auch Informationen über Projekte, die wir in unserem Garten bereits umgesetzt haben oder gerade umsetzen. Mit Bildern oder auch Videos. Also schaut doch immer wieder mal vorbei.

http:\\use-roses.jimdo.com

Dienstag, 13. April 2010

Ist Müßiggang aller Laster Anfang?

Ist Müßiggang aller Laster Anfang?

Greifen wir doch gleich mal den Müßiggang auf. Dieser Begriff wird im Allgemeinen von uns mit Faulheit in Verbindung gebracht. Wer von uns kennt nicht das alte Sprichwort: „Müßiggang ist aller Laster Anfang.“ In der christlichen Lehre wird er sogar als eine der sieben Todsünden aufgezählt.

Wie sieht heutzutage unser Leben aus?

In der Arbeitswelt selbst wird ständig alles ernster. Es geht immer mehr um Leistung. Und nur, wer etwas leistet, der funktioniert richtig wird uns suggeriert. Aus den Erzählungen unserer Eltern wissen wir noch, dass Spaß am Arbeitsplatz durchaus üblich war. Kleine kindliche Streiche waren akzeptiert. Dies wäre heutzutage ein Gedanke der Unmöglichkeit. Arbeiten, die Spaß machen werden von vielen gar nicht mehr als richtige Arbeit betrachtet und zählen daher nicht. Es werden Pausen gestrichen, bzw. wieder für Arbeitsgespräche genutzt, weil man ja auch diese Zeit produktiv gestalten sollte.

Die Arbeitswelt greift auch immer mehr ins Privatleben ein. In manchen Betrieben wird auf „Wir sind eine Familie“ getan, und für diese sollte man alle Zeit bereit sein. So wird der Druck auf manche unerträglich. Auch sogenannten selbstständig Tätigen geht es auch nicht besser, ganz im Gegenteil. Eine Zeit lang sind sie sich dessen gar nicht bewusst. Aber dann ganz plötzlich und für die betroffene Person völlig unerwartet landen sie im sogenannten „Burnout“.

Und wie kommt es dazu?

Durch gezielte schwarz-weiß-Malerei – fleißig=gut, nichts tun=böse – wird unser natürliches Erholungsbedürfnis von uns nur mit schlechtem Gewissen gelebt. Man kommt sich faul und unnütz vor, wenn man sich einmal zurück lehnt und die Seele baumeln lässt. Gefördert wird dies auch durch neidende Kollegen. „Sie dir mal den/die an. Das würde ich mir nie erlauben.“
Neid und Eifersucht beherrschen den Alltag. Das, was man sich selbst nicht gönnt, soll der andere erst recht nicht haben. Bösartige Gerüchte halten das Rad am Laufen.

Und warum gönnen wir uns (gegenseitig) nichts?

Ist man wirklich faul, wenn man sich kurz einmal eine Auszeit genehmigt? Abgesehen davon, dass ein gut erholter, fröhlicher Mitarbeiter mehr Leistung – wieder dieses Wort! - einbringen kann. Er wird sich auch mehr engagieren, wenn es ihm gut geht. Also von der Seite her allein schon ist dieses System sehr fragwürdig. Aber im Leben soll es auch um den einzelnen Menschen gehen!

Müßiggang leitet sich von Muße haben ab. Erlauben wir es uns doch, Mensch zu sein, Muße zu haben. Gönne dir die Freude, einem über die Blüten tanzenden Schmetterling zuzusehen . Oder beobachte spielende Kinder, die sich voll in ihr Spiel versenken und so selbst zum Spiel werden. Selbst wenn du die Natur aufmerksam betrachtest, wirst du erkennen, das diese produktive und nicht produktive Phasen hat. Jedes Tier gönnt sich eine Pause. Auch bei den Naturvölkern ist es so.

Handeln wir nicht gegen die Natur – wir sind Teil dieser – und gönnen wir uns eine Auszeit.
Und lasst uns auch die spielerischen, närrischen Momente des Lebens leben.

http:\\use-roses.jimdo.com