Freitag, 28. Januar 2011

Oh Schreck, meine Frau malt im Klo!

Ich hab mal wieder zu lange gewartet. Von einem Bein hüpfe ich aufs andere. Robert, jetzt wird ’s aber Zeit, sonst gibt es ein Unglück in der Hose.
Endlich reiße ich mich los von meinem Computer. Ich denke gerade: „Mit der kleinen schimpfst du, wenn sie wieder mal ins Spiel vertieft fast aufs Klo gehen vergisst, doch selber bist du auch nicht besser. "

Na hoffentlich ist´s gerade nicht besetzt. Ich komme hin zu Türe und was sehe ich? Sie ist offen..... Meine liebe Frau steht drinnen und hält etwas in der Hand. Es ist es ist …. ihre Malerpallette und in der anderen hält sie einen Pinsel, ehem nein sie bewegt ihn hin und her auf und ab usw.

Ich frage sie verdutzt : „Schatzi, was machst du da?“ Sie entgegnet mir seelenruhig „ Ich male den alten Zählerkasten an, du weißt ja, den möchte ich gerne in Zukunft für meine Frauenutensilien verwenden.“ Ich bin erst mal baff und fast hätte ich vergessen warum ich diesen Ort (den sogenannten Stillen) besucht hatte. Ulrike: „Schau mal!“
Ich schaue.... Maria und Josef.... Sie hat den Kasten innen künstlerisch bemalt und malt gerade etwas auf der Türlinnenseite. Ich denke mir gerade, auf der Innenseite Kunst ist ja eh nicht soooo schlimm, aber wer hat schon Kunstwerke am Klo. Wer möchte an diesem Ort schon Kunst genießen, ist doch nur für schnelle Verrichtungen.

Ulrike reißt mich aus meinen Gedanken: „ Die Außenseite muss ich noch gestalten, aber gefällt es dir bis jetzt ?“ Ich bin jetzt glaube ich noch verwirrter und sage etwas leise und emotionslos : „Na ja ist schön... aber das ist hier ist das Klo?“

Sie: „ Ja und?“ Mehrere Fragezeichen blinken imaginär in den wunderschönen Augen meiner Frau auf. Ich: „ Ja eh“ kleinlaut.... Ich denke gerade nach, was ich noch argumentieren könnte als sich mein Bedürfnis vehement, durch Schmerzen in der unteren Bauchregion zurück meldet. Aber was soll ich tun meine Frau besetzt doch das Klo. „ Ehem Schatzi ich müsste mal...“ stottere ich fast.

„ Na dann lass dich nicht aufhalten, bevor etwas daneben geht.“ Sie lacht.

Ok, ich muss schon sagen ich war ziemlich perplex, aber auch beinahe schon in Trance oder Hypnose oder so. Jedenfalls setzte ich mich auf die Muschel und erledigte mein Geschäft. Dabei wurde mir bewusst, dass es ja nicht schlimm ist, das neben meiner Frau zu machen, aber die Erinnerungen an diverse Blockaden in den verschiedenen Pissoiren, wenn jemand neben mir steht, kamen eben auch hoch.

Sicher jeder denkt jetzt: Der ist aber verklemmt. Aber ich versichere euch, nur in diesem Punkt ;-).

Eines hat die....., sagen wir mal Irritation meiner „Prinzipien“ verändert. Es hat nämlich die mir selbst gesetzten (saublöden :-)) Grenzen aufgeweitet. Ich denke sogar, diese Art von Artikel hätte ich mich vorher nicht schreiben getraut. Ich meine ,mit der Offenheit. Und es hat mich ein Stückchen von meiner Spießigkeit befreit. In einem gewissen Sinne kreativer, experimentierfreudiger gemacht.

Auf jeden Fall hat es mir gezeigt, dass ich immer mehr von meinen Vorbehalten, etwas gegen die Norm zu tun (und wenn es auch nur meine eigene blöde Norm ist), loskomme und freier werde.

Ich kann schon beinahe „verrückte“ Dinge tun, wie zum Beispiel diesen Artikel schreiben ;-).

Also dann, macht euch ans Werk und tut doch einmal etwas wovon ihr selber denkt „Das tut man doch nicht“. Und wenn es euch schwer fällt, es sofort öffentlich zu machen, dann macht doch einfach einmal etwas „verrücktes“ was nicht von anderen wahrgenommen wird (wie z.B. eine Kopfstand auf dem Sofa, oder probiert mal Heringe mit Schlagobers... oder....). Wenn ihr dann mutiger geworden seid, tut Dinge in der Öffentlichkeit (bitte ohne jemanden Schaden zuzufügen). Das fördert ungemein die Kreativität.

Vor 2000 Jahren (zirka) hat mal jemand gesagt: „Werdet wie die Kinder“.

Er hatte recht.

Ich wünsche Euch viel Freude beim kreativen Schaffen,

Euer Robert




Samstag, 22. Januar 2011

Ein besonderer Pullover entsteht

Es war im September letzten Jahres, als ich Bilder von meinen Handarbeiten auf unsere Homepage stellte. In Zuge dessen wurde ich mit einer Anfrage nach einem Pullover überrascht.

Ein Bild formte sich in meinem Kopf, nicht desto trotz fragte ich nach den Wünschen der Person, die mir einekurze Beschreibung gab und sogar eine Skizze anfertigte. Ich musste sehr lachen, als ich feststellte, dass sich diese mit dem Bild, dass sich mir vermittelt hatte, ziemlich übereinstimmte. Aber ich wusste noch nicht, wann ich damit beginnen konnte, da ich familiär und arbeitsmässig sehr eingespannt war.

Nach Weihnachten war dann die Zeit dafür da und ich legte los. Das Tun selbst war für mich ein meditativer Prozess, der die Tagesqualitäten, in dem Fall die der Rauhnächte, einfing. Ich habe die medial empfangenen Impulse in den kreativer Prozess und gleichzeitigen Produktion des Pullovers eingewoben.
Alle Elements- und Regenbogenfarben habe ich nach und nach und mit den Bildern, die in mir währenddessen aufgestiegen sind, hineingehäkelt und gestrickt.
Dadurch, entstand mehr als nur ein Pullover, als wie es bei einem maschinell erzeugten gewesen wäre. Für mich entstand ein kreativer Ausdruck, der auch energetische Wirkungen in sich beherbergt.
So stellte ich ein Kleidungsstück her, das Sonne und noch einiges anderes in sich trägt und mit dem die Besitzerin hoffentlich noch viel Freude hat.

Montag, 10. Januar 2011

Hühnervilla und Entenheimen


Hühnervilla

Heute schreibe ich über ein Thema, dass für einige Selbstversorger oder solche, die es noch werden wollen, von Interesse sein könnte. Es geht darum, wie man eine Hühnerhütte (oder Entenstall)
baut bzw. wie wir unsere gebaut haben als Anregung.

Donald, Daisy und Lisi

Wir haben uns vor einiger Zeit Laufenten

zugelegt und planen im heurigen Frühjahr auch noch uns einige Hühner (wir möchten gerne Brahmahühner ) zulegen, darüber werden sicher noch schreiben.


Klarerweise muss man neben dem nötigen Auslauf auch für eine entsprechende Unterkunft sorgen in der die „Hühnchen“ in der Nacht geschützt vor Wind und Wetter bzw. Raubtieren unterbringen kann.
Entenheimen



Meine Liebe hat immer gute Idee und so war unser erstes diesbezügliche Projekt Entenheimen :-), bereits ein voller Erfolg.


Die Hühnervilla besteht prinzipielle aus 2 getrennten Räumlichkeiten:

    1. die eigentliche Hühnerresidenz (der Raum wird später auch unterteilt
    2. einem Abstellraum (für Heu und Utensilien etc.)


Die Abmessung sind mit 4x2 m großzügig bemessen (allerdings sind Brahmahühner sehr großeTiere der Hahn kann bis zu 85cm hoch werden).

Bodenhülse
Die Konstruktion baut auf Steher (7/7 Staffel) auf, welche in herkömmlichen im Baumarkt erhältlichen Bodenhülsen (wie man sie auch für Zäune und Balustraden verwendet) gesteckt und fixiert wird.
Wir haben Bodenhülsen zum E,inschlagen verwendet was sich bezüglich Ausrichtung der selben als kleiner Nachteil herausgestellt hatte. Doch nach etwas Tüfftelarbeit und mehrmaliger Korrektur (das ist ein bisschen anstrengender), gelange es aber doch die Steher zufriedenstellend auszurichten (abgesehen davon, unser Hühner bekommen eben eine Designerhütte :-)).


Danach haben wir mit 5/8er Staffeln die Rahmen für die Fenster und Türen bzw. das Dach gezimmert. Ulrike ist eine Meisterin an der Kappsäge (die sich kurzfristig gewisse Auflösungserscheinungen hatte, ich konnte sie wieder reparieren). Eines der wichtigsten Werkzeuge neben guten Akkuschraubern oder drehzahlgeregelten Bohrmaschinen ist eine gut funktionierende Kappsäge (wer will das wohl alles mit der Hand sägen, na ja unser guter Hausgeist und Hausfreund, der Norbert, zum Trainieren schon ;-), der hat 2010 ein paar unserer Bäume nur mit einer Handsäge stückchenweise abgesägt, aber das ist eine andere Geschichte).

Und weiter geht es mit 4 Meter langen Schifferbodenbretter (mit Nut und Feder) die an die Rahmenkonstruktion geschraubt werden.
Hühnerklappe
Natürlich der diese auch zurechtgeschnitten für die Türen,Fenster und Hühnerklappe.

Mein lieber Schwiegervater (der Vorbesitzer unseres Anwesens) hatte eine gewisse Sammelleidenschaft für allerlei Dinge, und so konnten wir auf ein altes kippbares doppelverglastes Fenster für unsere Hühnervilla zurückgreifen. Und auf eine alte Tür aus den Beständen meiner Frau konnte wir auch zurückgreifen.
Bei der 2. Tür (für den Abstellraum) hat sich das tischlerische Können, welches meine Frau sich in der HTL (das ist eine berufsbildende Schule die auch praktisches arbeiten beinhaltet) angeeignet hat, und ihr allgemeines praktisches Geschick voll ausgezahlt (ein Meisterwerk).



Zu guter Letzt habe ich im inzwischen begonnen Eisregen schnell noch Dachpappe aufs Dach genagelt.
das macht ja sooo Spass....

Ich muss wohl noch erwähnen, dass unsere großen Kinder und ein paar ihrer besten Freunde uns tatkräftigst unterstützt haben.





Die fertige Hühnervilla

Nun müssen wir nur noch die Umzäunung des Hühnergeheges fertigmachen und den Innenausbau der Villa und dann können unsere Vögelchen schon einziehen.

Dann ess ich jeden Tag ein Ei oder machmal auch mal zwei..... dumdidldei...

Es ist also keine Hexerei, so eine Hühnerresidenz zu bauen. Das Prinzip kann man für jegliche Art von Hütte verwenden auch wenn es nur ein Geräteschuppen werden soll.

Also dann viel Spass und frohes Werken euer

Robert