Freitag, 29. April 2011

Löwenzahnhonig ung Löwenzahnstriezel

Leuchtend gelbe kleine Sonnen verzieren unsere Wiesen. Der Löwenzahn ist erblüht.

Damit seine Kraft uns noch länger erfreut, haben wir eine Schüssel voll mit den gelben Köpfen gesammelt, gereinigt und lageweise mit Zucker in ein großes Gurkenglas geschichtet.
Den Deckel hab ich lose daraufgelegt.

Nach vier Tagen in der Sonne stehen leerte ich dessen Inhalt in einen Kochtopf und spülte das Glas noch mit ganz wenig Wasser aus. Nach kurzem Aufkochen schöpfte ich die Blütenköpfe ab und füllte den die nun honigartige Flüssigkeit - den fertigen Löwenzahnhonig - in Schraubgläser.

Die übrig gebliebenen Blüten kamen in eine Schüssel und wurden mit einem Kilogramm Mehl, lauwarmen Wasser, etwas Öl und einem Hefewürfel zu einem Striezelteig vermengt. Ich hab auch noch etwas Zitronenschale hineingerieben und hundert Gramm Zitronat beigemengt. Dann lies ich die Masse zwei Stunden - zur Absicherung gegen Raubtiere auf unserem Wuzeltisch - gehen. Der Teig war dann schon etwas aus der Schüssel gequollen.

Folglich war der nächste Arbeitsschritt, die teigverklebten Spielfiguren reinigen. Aber was solls, Missgeschicke passieren eben nun mal. ;-) Dann hab ich den Teig nochmals durchgeknetet und einen Laib geformt. Bei 200 Grad buck ich ihn goldbraun. Und so sah das Ergebnis aus:



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Montag, 4. April 2011

Unser tägliches Brot

Seit einiger Zeit backen wir unser Brot selbst. Da ich den Sauerteig weder im Kühlschrank, noch irgendwo anders stehen haben möchte, bereite ich ihn immer wieder nach Bedarf zu. Meinen Sauerteig bereite ich auf folgende Weise zu:

1. Tag ~ 200g Mehl – ich verwende Roggenvollkornmehl - mit lauwarmen Wasser in einer Porzellanschüssel breiig anrühren, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort stehen lassen.
2. Tag die selben Mengen dazu rühren
3. Tag 400g Mehl mit lauwarmen Wasser dazu rühren
4. Tag: nachsehen, wie es dem Teig geht und ev. nochmals 200g Mehl und Wasser einrühren.
Spätestens am fünften Tag kommt der Teig dann schon entgegen gekrochen. Dann ist es soweit. Ich füge nochmals ~ 3kg verschiedene Mehlsorten – je nach Lust und Laune - und ½ kg verschiedene Getreideflocken dazu und verknete das Ganze zu einem festen Teig. Nach und nach arbeite ich verschiedene Gewürze oder manchmal auch Gemüse ein. Das Ganze wird dann zu individuell geformten Laibern oder Weckerl geformt und kommt auf ein leicht eingefettetes Backblech und ich reibe sie mit lauwarmen Wasser ein.

Nach dieser eher kraftaufwendigen Arbeit kommt eine kleine Pause - mindestens 1 ½ Stunden rasten sollte die Masse. Ich hab sie auch schon über Nacht im Rohr belassen. Dann wird der Backvorgang gestartet, und zwar auf maximaler Stufe. Ich pinsle Brot immer wieder ein und nach einiger Zeit ~1- 1 ½ Stunden je nach Form und Größe der Laibe drehe ich das Rohr ab und lasse den Inhalt nachbacken.

Wenn das Brot durch ist – klingt dann etwas hohl beim Draufklopfen – nehme ich die Bleche, gebe Geschirrtücher darüber und lasse sie an einem geschützten Ort auskühlen. Geschützt deshalb, weil wir ja Katzen und einen Hund, die alle sehr interessiert am Brot sind, haben.

Sauerteigbrote können unserer Erfahrung nach sehr lange halten, wenn sie nicht vorher im Bauch landen. Und die selbst gemachten Brote schmecken uns einfach um vieles besser. Die Möglichkeit, sie unterschiedlich zuzubereiten lässt immer neue Kreationen entstehen. So zum Beispiel mit Leinsamen, Curcuma und Anis oder Chilli, Sonnenblumenkernen und Karotten oder Walnuss mit grünem Pfeffer und einer Preise Muskat. Man kann mit den Mehlsorten variieren und die verschiedensten Flocken zufügen. Nüsse, Kerne Gemüse, Kräuter, Gewürze, … .

Ich habe jedenfalls für mich wieder ein neues Feld für Kreativität entdeckt und tobe mich da voll aus. Und so macht selber backen doppelt glücklich – beim Herstellen und beim Essen.

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