Freitag, 19. August 2011

Zeitreise

Was macht man am Besten mit Geschichtemuffeln, die obendrein noch eine Nachprüfung in diesem Gegenstand haben?

Außer Referate und Themenplakate aufzugeben dachten wir, wir machen uns die heurige niederösterreichische Landesausstellung mit dem Thema "Erobern - Entdecken - Erleben" im Römerland Carnuntum zu nutze. 3 Tage verbrachten wir in der Gegend. Zuerst fuhren wir zum Amphietheater in Bad Deutsch-Altenburg, besichtigten dieses. Gleichzeitig lieferten wir unser Minimonster dort ab, da sie eine Woche im Legionärszelt Erlebnisferien - eine Woche leben wie die Römer - dort machte.

Danach fuhr der Rest der Familie in die Kulturfabrik nach Hainburg an der Donau. Und siehe da, unsere Großen zeigten reges Interesse an den Exponaten. Auch ich erfuhr dort einiges für mich neues. Zum Beispiel, dass angesehene Bürger der Stadt früher mit einer Bürgerkrone zu Grabe getragen wurden. Auch der Kolonialgeschichtebereich der Ausstellung war sehr interessant.
Im Anschluss jausneten wir im Museumscafe auf einer Terasse mit Blick auf die Donau.

Eine Woche später holten wir unser Monsterchen wieder ab und gingen ins Freilichtmuseum von Petronell-Carnuntum. Unsere Jüngste führte uns begeistert durch die Anlage, die sie schon vom Lager her gut kannte. Hier hat man gute Einblicke in römische Baukunst, Lebensweise und Totenkult. Höchst interessant war für mich, wieviel wir von ihrer Lebensart und -einstellung in den verschiedensten Bereichen unserer heutigen Kultur noch vorfinden. Während wir uns am Nachmittag auf Liegen ausrasteten, tollte Minimonster auf dem rießigen Spielplatz herum.

 


Wiederum zwei Wochen später - diesmal nach einer Aufforderung unserer Großen! -  unternahmen wir den letzten Ausflug. Zuerst marschierten wir zum Heidentor bei Petronell. Nach einer Kofferraumpicknikpause ging es nach Bad Deutsch-Altenburg in den Park am Museum und an die Donau zum Planschen. Danach gingen wir ins dortige Museum Carnuntinum, wo über diverse Kulte und Religionen ausgestellt wird. So viele Feiertage und Feste! Wir sind zu dem Schluß gekommen, wir sollten uns daran orientieren und auch wieder mehr mit unseren Lieben feiern. ;-) Den Abend ließen wir noch in einem urigen Heurigenlokal - dem Pimperl - ausklingen.


Es gäbe noch so viel in dieser Gegend zu besichtigen, aber für uns reicht es vorerst für heuer. Nun fiebern wir noch der Prüfung unserer Tochter entgegen.






Nachtrag am 06.09.2011: Was soll ich sagen, es hat sich ausgezahlt. Unsere Nachprüflerin hat sich endlich mehr vorstellen können, Geschichte ist nicht mehr so langweilig und ... sie hat es geschafft!