Donnerstag, 29. September 2011

Torte einmal anders

Was tun, wenn dein Kind anlässlich seines Geburtstags unbedingt eine Torte in die Schule mitnehmen will, dort aber eine gesunde Jause erwünscht ist und noch eine fürs Feiern mit ihren Fußballkameraden?
Ganz klar, gesundes in Tortenform muss her. Zuerst dachte ich an Karotten, da aber nur Gurken und Kohlrabi zu Hause waren, entschloss ich mich kurzerhand dazu, eine Gurkentorte zu kreieren. Kürbiskuchen gibt es ja schließlich auch und ich hatte auch schon mal vor ewig langer Zeit ein Rezept für Zuchinitorte irgendwo entdeckt gehabt. Nur wo? Egal, ich habe, da ich ja praktisch nie nach Kochbuch werke, einfach losgelegt.

Die Zutaten für eine Torte waren:
3 frische Hühnereier mit ca. ¼ Packung Zucker und ½ Becher Öl stark verrühren. 1 ½ große Salatgurke grob geraspelt, 1 Becher geriebene Walnüsse, ¼ Becher gehackte Kürbiskerne, 4 Esslöffel Kakao, ½ Päckchen Backpulver, 1 Becher Mehl und ½ Teelöffel Zimt gut einrühren und ab damit in der Form bei 180 °C ins Backrohr.

Für den Überzug habe ich 4 große süße Birnen fein geraspelt und mit etwas Zucker, Zitronensaft von 2 Zitronen und mit der gleichen Menge Kokosraspel zu einer matschigen Masse verrührt. Diese habe ich mit dem Löffel hinauf geschaufelt und mit einem Messer glatt gestrichen. Danach habe ich eine rundherum mit gehackten Kürbiskernen bestreut. Für die andere bastelte ich eine runde Schablone aus der ich verzerrte Fünfecke aus schnitt um ein Fußballbild zu erzeugen.

So waren alle Ansprüche erfüllt: Torte, gesund und nicht zu süß.

http://www.use-roses.com/

Mittwoch, 28. September 2011

Das neue Tor

Was ist das? Eine Landschaftsaufnahme?































Ein Bild aus dem Urwald?










Oder Brennholz?



Na ja, letzteres trifft es wohl schon am ehesten. Das sind Erinnerungsfotos an unser altes Eingangstor in den Hof. So, jetzt lasse ich aber Robert weiter berichten ;-)


Nun haben wir wieder eine, schon lange geplante und auch lange vorbereitete, Aktivität abgeschlossen.
Zu unserem Anwesen gehörte ein sehr altes Tor, welches die Urgroßeltern meiner Frau zu ihrer goldenen Hochzeit geschenkt bekommen hatten. Der Zahn der Zeit - na ja, eigentlich Wind und Wetter - hatten dem Holz schon sehr zugesetzt. Moosbewachsen und morsch wie es war, war es beinahe schon gefährlich, weil es auseinander zu brechen drohte. In unsere Garage lagerte bereits ein Teil des neuen Tores. Es gab vorgefertigtes Rahmenholz, das vom Vater meiner Frau aus Balken einer Holzveranda, welche Umbauarbeiten zum Opfer gefallen war, vorbereitet worden war und auch gestrichene und fertig geschnittenen Nut- und Federbretter.
Wir dachten, das Tor fertig zusammenzubauen sei wohl keine Schwierigkeit. Doch nach einer näheren Begutachtung wurden wir eines besseren belehrt. Die Balken für den Rahmen waren leider nicht mehr brauchbar, da der Holzbock darin knabberte, und die Bretter waren in einer für uns unmöglichen Farbe gestrichen.
Also mussten neue Balken her. Wir entschieden, die Bretter um 180° gedreht zu montieren.
Ein Kurzbesuch beim Baumarkt und los ging es.

Zuerst haben wir die Rahmen zusammengeschraubt. Wir entschieden, auf die ursprünglich verzapfte Bauweise zu verzichten. Stattdessen haben wir die Balken mit Metallwinkeln vorfixiert. Danach wurden die Balken noch mit speziellen selbstschneidenden Schrauben (Spax 6x180 IN.FORCE und Spax 8x160 HI.FORCE) zusetzlich fixiert. Eine bompenfeste Verbindung ohne vorbohren und mit wenig Kraftaufwand beim Schrauben.
Die Maße haben wir uns vom alten Tor abgenommen.
Die fertigen Rahmen wurden an die bestehenden Schaniere angeschraubt.

Bei der Demontage der alten Tor- und Türflügel benutzten wir einen schweren Hammer und eine Eisensäge für die eingerostete Schrauben. Meine Frau fand Gefallen am Herunterschlagen der Bretter. Ich versuchte währendessen achtzugeben, dass niemand zu Schaden kam, denn teilweise flogen grosse Holzsplitter bis weit in die angrenzende, schwach befahrene Ortsstraße. Meine Liebe konnte wohl all ihre angestauten Aggressionen loswerden und machte einen glücklichen - wenn auch sehr erschöpften - Eindruck. Jedenfalls kam ich fast nicht mit dem Wegräumen nach, so energisch ging sie ans Werk.


Damit unsere Toreinfahrt nicht zu lange offenstand, montierten wir zuerst den grossen Torteil und schraubten die Bretter fest, meine Liebste um genau zu sein.Vorbei gehende Passantinnen bekundeten Beifall bzw. waren sehr überrascht, dass meine Frau sich handwerklich betätigte, was in ihrem Fall "normal" ist. Ich kam wieder fast mit dem Ablängen der Bretter nicht mehr nach.  Dann kam der kleinere Türteil dran.
So haben wir es in 2 Tagen geschafft, beide fertig zu montieren.
Der Türhebel inclusive Schloßmechanismus hielt noch einige Herausforderungen bereit, welche meine Frau, die unter anderem auch ausgebildete Modeltischlerin ist, wiederum sehr bravorös meisterte.
Wir renovierten auch kurzentschlossen noch den restlichen Holzzaun (strassenseitig)

Es wurden noch Zier- bzw. Schutzleisten montiert um den Originalzustand wieder herzustellen.
Als Abschlussmeisterstück entwarf und baute meine Frau einen tollen Postkasten mit sehr grossen Einwurfschlitz damit die Kataloge nicht mehr am Boden landen.
Wir bekamen sehr viel positives Feedback und Lob von allen vorbeikommenden Nachbarn.
Wir schraubten noch die neubemalte Hausnummerntafel und die kürzlich verliehene "Natur im Garten" Tafel (von 33 erreichbaren Naturgartenpunkten haben wir 28 geschafft *stolzsind*) fest und waren zufrieden..... :-))
PS.: Auf Grund der intensiven Vorbereitungsarbeiten für den Tag des offenen Ateliers hat sich die Veröffentlichung dieses Artikels etwas verzögert.. Tschuldigung.. ;-))
Mit Freude am Leben und Sein




Dienstag, 27. September 2011

An Tagen wie diesen

, wenn ich in den Garten hinausgehe um unser Mittagessen frisch aus der warmen Erde zu holen und zu pflücken, wenn die Sonne warm auf meine Haut scheint und unsere Tiere mich beim Arbeiten begleiten, dann spüre ich eine tiefe Dankbarkeit und Demut in mir.
Glück durchflutet mich mit jedem Sonnenstrahl und dem lustigen Geschnatter und Gequacke unserer Entchen, die sich neben mir unterhalten und den Boden durchwühlen.

Und ich fühle, dass ich hier hin gehöre an diesen Platz in dieses Leben, dass trotz aller Anstrengungen so viele schöne Seiten hat.
Ich bin in Verbindung mit allem. Mit jedem Tier, jeder Pflanze, einfach mit allen Wesen rund um mich. In den natürlichen Kreislauf eingewoben. Klar, die Selbstversorgung verlangt einem schon einiges ab. Die Natur lässt sich nicht planen und einteilen. Sie ist wildes Leben. Sie liefert keine genauen Stückzahlen zu exakten Terminen. Sie lehrt und Flexibilität und Anpassung, hat ihren eigenen Herzschlag. Bringt immer wieder neues auf unser Land. Und so bereichert sie uns täglich und lehrt uns zu nehmen, was kommt und inspiriert uns in unserem Sein. Neue Bilder, Keramiken, Lieder, Ideen zur Selbstversorgung ... . Der Geist ist befreit und schwingt sich auf zu Höhenflügen.

So entstand unter anderem wieder mal eine neue Kochkreation:

Exotischer bunter Eintopf:
ein Bund gekräuselte Kohlblätter in Streifen und ein roter und ein gelber Paprika, blaue, rote und gelbe Erdäpfel samt Schale in Würfel geschnitten, eine Zwiebel in Streifen geschnitten, drei Knoblauchzehen und zwei dicke Karotten in Scheibchen, 3 gelbe und drei rote Paradeiser gewürfelt, Maiskörner frisch vom Kolben und Teigmuscheln (Conchiglie) landeten gemeinsam mit Wasser im Kochtopf und wurden weich gedünstet. Gewürze: Kardamom, Lavendel, Estragon, Hing, Zimt, Nelken, Basilikum, Salz, Oregano, Lorbeerblätter, Kerbel und Thymian. Dazu gab es noch extra gedünstete Truthahnbrust-und Forellenstücke.

Zum Nudeln selber herstellen fehlt momentan leider ein bisschen die Zeit, da wir gerade sehr viel in Haus und Hof renovieren und im Atelier arbeiten. Auch die Erntearbeiten sind noch nicht zu Ende. Äpfel und Birnen warten darauf, gepflückt zu werden. Unser Nussbaum beschenkt uns mit Nüssen und auch das Gemüse wartet darauf, verarbeitet zu werden. Ab und zu finden sich noch ein paar Himbeeren und zu meinem großen Erstaunen auch Erdbeeren. Und dann gäbe es da noch etliche Kräutlein zum Ernten und trocknen ... .

Arbeit über Arbeit bringt der Herbst ins Haus. Sehr genussreiche Arbeit. Mostfäßer und Marmeladengläser und Obstkisten füllen sich, Wintervorräte werden angelegt, aber auch Kuchen und Strudel wandern in unsere Bäuche. Winterspecksammelzeit ;-)

Herbstzeit - gesegnete Zeit - wünschen wir allen :-)

http://www.use-roses.com

Dienstag, 6. September 2011

Es herbstelt

Der reife Kürbis
Liegt am Feld
Der Herd schon wird geheizt
.
Die Sonnenblume
Träumt dahin
Sonngegen ihre Blätter spreizt
.
Das Laub gefärbt
Die Blüten gehn
Reife Äpfel unterm Baum
.
Im feuchten Gras
Noch heißer Stein
Abendnebelsaum