Donnerstag, 23. August 2012

Frau allein zu Hause

Allein? Naja, fast. Männchen hat's für eine Woche beruflich nach Rumänien verschlagen und ich bin hier mit Kids/2. Viel zum Grübeln und selbst Bemittleiden komm ich aber nicht.

Die ersten Apfelbäume schreien "Schüttle mich, meine Äpfel sind schon alle reif!" Die Wiese ruft:"Mäh mich und mache duftendes Heu aus mir!". Der Ton ruft: "Gestalte mich und brenn mich!". Und auch die Kinder und Tiere haben ihre Ansprüche.

Neben dem Ganzen und dem Haushalt werden von uns noch kiloweise mit der Handpresse Äpfel zu Saft, Most und in weiterer Folge zu Essig verarbeitet. Nebenbei gestalte ich wieder ein bisserl im Garten herum.

Wir waren nämlich am 15. August in Tulln auf der Gartenausstellung und dort wollten unbedingt sechs Pflänzchen mit nach Hause. Eine orangene und eine gelbe Echinazea, eine roter und ein dunkelroter japanischer Knöterich, eine Silberkerze und ein Schönblatt.

So hab ich also für die Hasen, Hühner und Ziegen Futter geerntet und den Platz gleich für die neuen Mitbewohner genutzt. Zum Fotografieren bin ich leider nicht gekommen, da meine Arbeitswoche von Montag an bis jetzt schon 57 Stunden beträgt und ich schon etwas ausgelaugt bin.

Aber jetzt gibts dann Feierabend und Film schauen mit Popcorn mit den Kids zur Belohnung, den die zwei jüngeren waren auch echt fleißig heute!

Montag, 20. August 2012

Puchberger Kunststraße

So, das war’s wieder einmal. Die Tage auf der Puchberger Kunststraße sind leider vorbei.

Traumhaftes Ambiente bei strahlendem Sonnenschein und 30°C im Schatten.

Wir hatten unseren Pavillon in einer Wiese aufgestellt und blickten direkt auf den Schneeberg.

Etwas weiter vor uns stand eine riesige Jesusstatue aus Holz.

Witzigerweise war genau neben uns der Stand einer lieben Bekannten, die wir schon längere Zeit nicht gesehen hatten. 

Auf dem Heimweg am ersten Tag hatten wir gleich an der Ortsausfahrt einen unfreiwilligen kleinen Zwischenstop.

Ein Wärmeleitblech am Unterboden hatte sich gelöst und machte jede Menge Wirbel.

Wir warteten bei Sonnenuntergang auf den Pannenservice und ich schlief inzwischen an der Schulter meines Mannes ein.

Als unser Retter endlich angekommen war, erklährte er uns kurz, was eigentlich passiert war - ich hatte vorher nichts von der Existenz dieses Teils gewusst - und dass es nicht ganz so tragisch ist, wie es sich anhörte.

Da unser Wagen komplett vollgeladen war, fuhren hinter ihm in die Werkstatt, wo er auf einer Hebebühne das Blech abschnitt und die Reste um den Auspuff zur Sicherheit bog. Ab jetzt war wegen der Wärmeentwicklung - das Blech schirmt den Tank gegen Überhitzung ab - langsam fahren angesagt.

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Und Danke! Meine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Wir konnten am nächsten Tag wieder ausstellen. :-)

Und so führten wir weiter interessante Gespräche mit netten Leuten, bekamen Besuch von lieben Bekannten, welche auch noch ganz super Fotos von uns machten und jede hatten Menge Spaß den Besuchern und mit den Kindern, die mit uns töpferten.

Robert machte sich super als Töpferonkel. Es ist jedes Mal schön, zu sehen, wie lieb er mit den Kleinen umgeht.

Wenn man bedenkt, dass er erst vor viereinhalb Jahren so richtig Umgang mit Kindern bekam, eben dann, als er als mein neuer Partner in unsere Großfamilie eintrat ist das meiner Meinung nach wirklich beachtlich. Das fasziniert und rührt mich dann einfach immer wieder. Er ist einfach unglaublich!

Nach dem Zusammenpacken am letzten Tag genossen wir noch eine Weile den Sonnenuntergang auf einem Parkbankerl.

Rosarote Wolken rund um den Schneeberg, Musik von der Bühne, welche auch ganz in der Nähe stand und kuscheln.

Erst als es wirklich finster geworden war setzten wir uns wieder ins Auto und dann gings ab nach Hause.

Schön war's! :-)
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Mittwoch, 15. August 2012

Blüten und Früchte des Monats - August

Die Apfelernte hat begonnen, Sonnenblumen wachsen weit in den Himmel und unsere Rosen bilden selbst kleine Sträuße.

Die über 2m hohe Schwarzhirse hat schon leicht schwarze Rispen und die Anisminze ist in voller Blüte.
  Einfach nur schön :-)

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Dienstag, 14. August 2012

Ja,

es gibt uns noch. Momentan geht’s rund bei uns und so komme ich nebenbei zu fast gar nix mehr. Der nächste Markt steht bevor und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Mein Mann geht wieder arbeiten - wieder, das klingt etwas eigenartig, besser gesagt, er hat außerhalb unseres Projektes wieder einen Ganztagsjob.

Er hatte inzwischen schon etwas eine leichte Grünallergie aufgebaut  und ist jetzt heilfroh, wieder etwas Abwechslung zu haben und obendrein einer für ihn interessanten Tätigkeit nachgehen zu können. Schön, seine leuchtenden Augen zu sehen, wenn er am Abend heim kommt.

Aus diesem Grund fällt so der Großteil der Outdoor-Aktivitäten - sprich Gartenarbeit - auf mich.

Wir sind mitten in der Apfelernte und Verarbeitung. Apfelspalten trocknen und Most pressen läuft nebenbei. Ca. 50l Apfelsaft haben wir schon produziert. Ein Großteil ist allerdings schon "verdunstet". Er schmeckt einfach zu gut.

Heuer werden wir von unseren Bäumen mit einer riesigen Menge Früchte beschenkt. Die Äpfel hängen wie die Weintrauben an ihnen und sind supersaftig und süß. So süß, das wir den Most wir vor dem Trinken sehr stark verdünnen haben müssen. Der viele Regen in der letzen Zeit hat ihnen offensichtlich gut bekommen.

Zum Glück werden die verschiedenen Sorten nicht alle gleichzeitig reif und es bleibt genug Zeit zum Verarbeiten.

Aber auch unsere Pfirsichbäume sind heuer voll beladen. Da hab ich heuer zum Einkochen keine Lust und so gibt es die Früchte immer zwischendurch. Mjammi!

Nebenbei kochte ich in den letzten Tagen noch Holundersaft ein, töpferte und glasierte.

Das Spielen mit den Farben fasziniert mich noch immer. Außerdem experimentiere ich mit Tonschlamm und versuche mich an der Scheibe. Mit 40% Schamottanteil - wieder eine Herausforderung.

Dann habe ich noch kleine Figuren und Tierchen geformt. Ein Oktopus, zwei Seehunde, Mäuschen und natürlich Schnecken - die mag ich einfach ur gern - erblickten das Licht des Ateliers. Ein paar Schalen hab ich auch noch gemacht.

Gestern haben wir noch am späten Abend Heu zusammengerecht und da es schon so richtig herbstlich feuchtelt ein Heumandl mit einer Leiter und ein paar Latten improvisiert. Ich hoffe, das funktioniert so auf diese Weise.

Der restliche Tag ist mit den normalen Dingen gefüllt. Tiere versorgen, Haushalt erledigen, Gartenarbeiten... was bei der Anzahl unserer Mitbewohner und der Grundstücksgröße gar nicht so wenig ist.

Und am Abend krache ich dann todmüde ins Bett. Todmüde, aber glücklich, das alles (er)leben zu können und dürfen. :-)

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Samstag, 4. August 2012

Das mit den Samen

ist so eine Sache. Seit längerer Zeit sind wir auf Eigensamenproduktion umgestiegen.

Der Grund dafür ist, das die Pflänzchen einfach robuster sind, da sie die Informationen über Boden und andere Umweltfaktoren, die es in ihrem Lebensraum gibt, schon "gespeichert" haben.











So sammeln wir die Samen vom Teufelsohr und anderen Pflücksalaten, Kürbisse, Zucchini und Gurken, Erbsen und Bohnen, Paradeiser und Paprika, Kohl, Radieschen, und Sonnenblumen.
Amarant, Mangold und Gartenmelde sähen sich von selbst aus und werden nach Bedarf umgesetzt. Auf diese Weise vermehren wir auch einige Kräuter wie zum Beispiel Baldrian, Oregano, Mutterkraut, Borretsch und Muskatellersalbei.
Bei letzterem war eine Frostempfindlichkeit trotz -20°C nicht zu bemerken. Im Gegenteil, ich hatte glaube ich so an die 300 junge Pflänzchen aus Selbstaussaat, welche ich im Garten dann verteilt, bzw. verfüttert, habe.

Die Kürbisgewächse, Salat, Paprika und Paradeiser habe ich heuer Anfang März wie jedes Jahr vorgezogen, bzw. vorzuziehen versucht.

Aus allen Töpfen spross es, nur die Paradeiser, die verweigerten jegliche Keimregung.
Nach einer guten Weile - acht Wochen! - hatte ich keine Lust mehr zu warten und verteilte den Inhalt der beiden Ansaatkistchen über eines unserer Hügelbeete.

Und siehe da, nach zwei weiteren Wochen - wir hatten inzwischen schon Mitte Mai - auf einmal schoss junges Leben in die Höhe. Da waren sie auf einmal alle. Ein wirklich eigenartiges Jahr ist das heuer.


Aber auch aus unserem Hasenkompost schossen zur gleichen Zeit viele Paradeispflänzchen. Mit unseren Gemüseabfällen werden nämlich auch  unsere kleinen Nager beglückt und so ist auch unsere Komposterde von dort immer ein kleiner Samenpool.

Auf diese Weise haben wir nun doch einen ganzen Haufen Pflänzchen, welche aber natürlich fast noch keine reifen Früchte tragen.

Abgesehen vom heurigen Jahr, wo alles ein bisschen verrückt spielt, konnten wir trotzdem feststellen, dass die aus eigenen Samen selbst gezogenen Pflanzen wesentlich robuster sind als die gekauften.

Von der Kapuzinerkresse hatte ich letztes Jahr vergessen, Samen zu nehmen und sie waren ja dann prompt mit den Erdflöhen befallen - siehe: http://useroses-natur-leben-kunst.blogspot.co.at/2012/07/eigentlich.html.

Nun versuche ich stetig immer mehr Samen zu sammeln und lege nebenbei eine kleine Beschreibungsdatenbank an, damit auch meine Kids einen Zugang zu meinem angesammelten Wissen über Pflanzen und deren Verwendung bekommen, wenn sie wollen.

Auch eine Samenarchivmappe zum Durchblättern ist angelegt. Zwar einstweilen nur für die vielen verschiedenen Bohnenarten, die wir gesammelt haben, aber ich bin ständig am erweitern. Ich finde es nämlich ganz gut, Pflanzen schon im Samenzustand erkennen zu können.

Die ersten Samen sind heuer auch schon geerntet. Der  Kohl, den ich über den Winter stehen habe lassen, hatte schon im Frühjahr geblüht und die Samen waren dann vor drei Wochen reif.

Leider habe ich nicht von jeder Sorte  Samen nehmen können, weil da unsere Entchen schneller waren. Für gewisse Sorten sind sie sogar hochgeflogen und haben sie im Winter ratzeputz verputzt. Die neuen Triebe im Frühjahr haben sie sich dann auch gut schmecken lassen. Tja, weil der auch neben einem Planschbecken von ihnen stehen musste... . Die restlichen Pflanzen hatten wir uns ja geteilt und da haben sie auch nicht so arg zugeschlagen.

Da werde ich nächstes Jahr wohl wieder auf den Ökocampusmarkt im Waldviertel fahren und mir neue Jungpflanzen besorgen. Falls du aber irgendeinen anderen Blattkohlsamen ausser dem von Grünkohl hast, wären wir echt dankbar dafür. Zum Gegentauschen wird sich sicher auch etwas für dich finden.

Ein paar von den ersten Radieschen hatte ich auch schon auf Samen stehen lassen, Orangentagetes wanderten in ein kleines Papiersäckchen und Paradeiskerne trocknen bereits auf einem Teller.

Der Anfang fürs nächste Erntejahr in unserem Selbstversorgergarten ist gesetzt.

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Mittwoch, 1. August 2012

Neue Glasurexperimente


haben zu dieser gezahnten Schüssel geführt.

Der Versuch, rote Glasur mittels stellenweise zugefügten Oxyden farblich zu verändern ist geglückt. Der angedeutete Fisch in der Mitte ist auch ganz nett geworden - Spielerei pur!

Ein wunderschönes Blau mit rotem Rand und grünen und weißen hervorgehobenen Elementen.

Ich bin ganz verliebt in das neue Stück!

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