Donnerstag, 29. November 2012

Eine kleine Geschichte

Es war einmal ein Mädchen, das lebte mit seinen Eltern in der Stadt. Jedes Wochenende und in den Ferien besuchte es mit seinen Eltern gemeinsam die Großeltern. Ihr Vater arbeitete dann im Garten und die Mutter half der Großmutter bei verschiedenstem.

Das Kind freute sich jedes mal sehr, wenn es da draußen sein konnte. Stundenlang beobachtete es die Tiere, die es da gab, kümmerte sich um ein kleines Fleckerl Erde, das es liebevoll bepflanzte oder begleitete ihre "Katzenmama", eine rotbraun getigerte Halbangoradame, die um drei Jahre älter war als es und es praktisch adoptiert hatte, auf ihren Streifzügen. Wenn niemand für es Zeit hatte, und das war sehr oft, weil s ziemlich viel Arbeit draußen gab, vertiefte es sich in die Abläufe der Natur.

So bekam das Mädchen eine intensive Bindung zu allem lebendigen und lernte alles auf ganz eigene Weise zu sehen und zu verstehen. Es verbündete sich mit ihrer Katzenmama und verstand jeden Laut und jede Geste. Es kannte jede ihrer Verstecke, half ihr, getarnt zu bleiben, wenn sie keine Lust hatte, zu den Großeltern zu kommen und teilte heimlich Essen mit ihr, welches es aus der Küche mopste. Sogar Mäuse ging es mit ihr jagen.

Es baute aber auch eine ganz enge Beziehung zu Pflanzen auf. In seinem Beet experimentierte es mit Zweigen und Ablegern und versuchte, neue Pflänzchen zu ziehen. Und siehe da, wenn so ein Impuls da war - bei der richtigen Witterung - gelang es auch. Das Mädchen spürte in die Pflanze hinein und wusste so, ob es gerade günstig war.

Eines Tages beschloss der Vater des Kindes, einen alten Schuppen zu reparieren. Dafür jedoch wollte er einen riesigen Ast abschneiden. Das Kind war entsetzt. Wie konnte er nur vorhaben, wegen diesem alten Gebäude, das schon völlig vermorscht war, den Baum so zu verletzen? Es protestierte verzweifelt, aber vergebens. Der Ast fiel. Ein Ast, der so dick war, das sein Vater ihn gerade noch umarmen konnte. Dann stellte er fest, dass das Gebäude so kaputt war, das es nicht zu retten war.

Das Mädchen zog sich tief in den Garten zurück und konnte es immer noch nicht glauben. Es fragte sich, wie man so etwas machen konnte. Ein lebendiges Wesen für nichts und wieder nichts so zu verletzen. Es weinte bitterlich. Es ging es zum Baum und sprach mit ihm.

Da geschah es. Mitten aus dem Kern des Holzes pumpte der Baum im gleichen Rhythmus des Herzschlages des Mädchens Harz hervor. Das Kind hörte zu sprechen auf und der Harzstrom versiegte. Dann legte es ihm die Hand auf und das gleiche Phänomen. wiederholte sich.

Es holte seine Mutter und zeigte ihm, was da passierte, wenn es in Verbindung trat. Diese war sehr erstaunt, sprach und berührte den Baum ebenfalls und der Saftstrom verließ wieder im Herzschlagrhythmus den Baum.

Der Vater wurde geholt und das Kind sagte ihm: "Siehst du, der Baum lebt und bekommt alles mit, was du mit ihm tust." Ungläubig versuchte auch er, mit ihm in Kontakt zu treten und wieder geschah das Gleiche. Dem Vater rannen die Tränen die Wangen hinab und er meinte, so etwas habe er bis jetzt noch nie erlebt.

Seit diesem Zeitpunkt wurden alle Pflanzen, die das Mädchen beschützte, mit viel mehr Respekt als vorher behandelt. Bäume wurden nicht einfach gefällt, sondern umgesetzt.

Die Frösche und Kröten bekamen ein eigenes Biotop - das war damals absolut noch nicht modern - und auch sonst tat sich viel in Richtung Naturschutz in diesem Garten.

Und das ist unter anderem auch der Grund, warum dieses Mädchen - nämlich ich - Pflanzen und Tiere bis heute als gleichwertige Wesen sieht.

Wir Menschen sind mit allem verbunden, wir sind ein Teil dieser Natur, und wenn wir mit dem Herzen hinhören und hinsehen, uns wirklich unserer Umgebung öffnen, dann dürfen wir das auch erfahren und jede Menge darüber lernen, was Leben wirklich ist.

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Montag, 26. November 2012

Viel los

war in unserem kleinen Reich in letzter Zeit.

Jede Menge Arbeit im Atelier und Garten warteten darauf, erledigt zu werden. Ich grub die letzten Erdäpfel aus und mulchte mit Stroh einen Teil unserer Anbauflächen.

Außerdem habe  mich auf den ersten Adventmarkt im Norbertinum in Tullnerbach vorbereitet und neue Amulette und Sterne produziert.

Ein paar Tierchen wie dieser kleine Ziegenbock, bei dem mein Böckchen das Vorbild war, sind ebenfalls entstanden und auch ein paar abstraktere Gegenstände wie diese Schale.

Nebenbei habe ich zur Abwechslung diesen Kapuzenbolero entworfen, mit den Stricknadeln geklappert und gehäkelt und noch vor dem vergangene Wochenende fertig gestellt. Er musste dann natürlich gleich mit auf den Markt.

Er ist total kuschelig und wenn es draußen wettert, dann kann ich einfach die Kapuze hochziehen. Auch die Ärmel sind überlang, sodaß ich keine Handschuhe tragen muss. Sooooo angenehm!





Neben meinem Stand haben wir wieder mit Kindern getöpfert. Hier sind ein paar der kleinen Werke zu sehen.

Ein lustiges Detail am Rande:

Irgendjemand hat mir einen kleinen Erdapfel in meine gut verschlossene Handkassa geschummelt.

Wie der da hineinkam, das wird wohl ewig ein Rätsel bleiben.


In Begleitung dieses kleinen Glücksbringers haben wir den Adventmarkt erfolgreich nun hinter uns gebracht. Ob er wohl das nächste Mal wieder heimlich mitkommt?



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Freitag, 23. November 2012

Blüten und Früchte des Monats - November

Ein Monat noch, dann beginnt der Winter. Die Blätter sind von den Bäumen gefallen und bedecken - zur Freude unserer Ziegen - bunt die Wiese. Unsere Rosen lassen sich nicht davon beeindrucken und haben noch etliche Blüten angesetzt.


Der Tontopf vorm Hauseingang erfreut mich jeden Tag mit seinem Anblick. Ich bin schon gespannt, wie lange sich die Blumen und der Kohl halten werden.



Die Kiwis sind witziger weise immer noch nicht reif. Letztes Jahr haben wir sie ja im Jänner geerntet. Wie das heuer wohl sein wird?

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Mittwoch, 14. November 2012

Herbstmenü

Woran man bei uns merken kann, dass Herbst ist? Gestern eindeutig am Essen.

Es gab Kürbiscremesuppe, zubereitet mit einem Hokkaidokürbis aus unserem Garten und garniert mit einer Hand voll Erbsen, danach heiße Maroni und zum Abschluss ein selbst kreiertes Birnentiramisu:

3 große Butterbirnen
habe ich entkernt und feinblättrig geschnitten. Dann dünstete ich sie kurz mit 
einem Esslöffel Butter und 
einem halben Häferl Zucker und
eine Messerspitze Zimt.
Ich mahm den Birnenröster vom Herd und es kam noch 
etwas kaltes Wasser
dazu. Dann habe ich 
500g Topfen
mit der warmen Masse verrührt und schichtweise mit einer Packung Vollkornbiskotten in eine Porzellanschüssel geschlichtet. 
Diese wanderte für zwei Stunden in den Kühlschrank.

Zum Glück kam ich gerade noch rechtzeitig mit dem Fotoapparat.

Minimonster meinte, das sei die beste Nachspeise, die sie je gegessen habe.

Na dann, Mahlzeit!

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Sonntag, 11. November 2012

Mautern

Dieses Wochenende waren wir in Mautern. Auf der Fahrt dorthin und auch dort haben wir die Kamera gezückt und ein paar Aufnahmen geschossen.



Die sanften Hügel der Wachau haben es mir immer schon angetan.


Aber auch die buntgefärbten Bäume und Wälder haben mich begeistert.

Ich werde wohl demnächst wieder Baumbilder malen.

Motive habe ich genug gesehen, der Inspirationspool ist randvoll.

Andererseits schreit es in mir, wieder mal Musik zu machen und frisch gebrannte Keramik-Kunstwerke warten darauf, glasiert zu werden.


Die Landschaft der Wachau ist einfach traumhaft. Und so direkt an der Donau, wenn du lange genug in die Wellen schaust, kannst du so manches entdecken. Aber sieh selbst.
 

Mautern selbst ist eine sehr geschichtsträchtige Stadt und hat wunderschöne Gebäude, teilweise sogar noch aus der Römerzeit.

Nähere Informationen über die "Civitas Mutarensis" findest du hier: http://www.mautern.at/.

Wir selbst waren in der Römerhalle, da dort ein Treffen statt fand. Begleitet wurde dieses durch die Mystic Soul Sound-Band Sofamoos. Wirklich einmalige Musik!

Einen kleinen Eindruck von dieser Band kannst du hier gewinnen: http://www.youtube.com/watch?v=0GFgpHSl0vk&feature=plcp

Aber auch die Stadtpfarrkirche St. Stephan, welche romanischen Ursprungs ist, hat uns fasziniert.

Für geschichtsinteressierte gibt es den Kulturweg "Favianis Mutaren Mautern”. Ein Weg mit acht Stationen, der durch die Altstadt führt.

Der heutige Tag war mit Gartenarbeit verplant. Einige Sträucher, die wir vom Niederösterreichischen Heckentag wieder mal besorgt hatten, mussten eingegraben werden.

Heuer wollten eine Pimpernuss, drei Wacholder, zwei gelber Hartriegel, eine Berberitze - heuer wurde eine ein Rasenmäheropfer -, eine Traubenkirsche, eine raublättrige Rose, zwei Hundsrosen und eine Hängefruchtrose zu uns.

Danach durchwühlten wir den nächsten Acker nach Erdäpfeln. Rote, rosefarbene, violette, gelbe, blaue und schwarze.

Den nächsten bunten Pommes steht nichts mehr im Wege. Ich liebe diese Vielfalt. :-)

Und du?

 


Geborgen
Im Paradies
Verwurzelt mit Allem
Um mich schimmerndes Leben
Daheim




Montag, 5. November 2012

Rabenmutter

Ja ich gestehe, in letzter Zeit bin ich wirklich eine Rabenmutter und -ehefrau. Seit Schulbeginn gibt es bei uns striktes Süßigkeiteneinkaufsverbot. Abgesehen davon, dass das Zeug ungesund ist, stehe nämlich auf dem Standpunkt, dass die Mengen, die sowieso durch die diversen Aktivitäten meiner Jüngsten wie Sternsingen, Ratschen und der Halloweenrundgang  mehr als genug an Naschzeug für Minimonster ins Haus bringen.

Außerdem hatte sie im Sommer immer öfters heimlich noch zusätzlich das Depot geplündert. Nicht gerade die optimale Nahrungsergänzung. Und wir Alten unterlagen auch immer wieder dem Ruf des Zuckers. Dem wurde somit radikal ein Ende gesetzt.


Zu Allerheiligen fuhren wir auf  Besuch zu meiner Schwiegermutter, wo auch ihre Enkelkinder anwesend waren. Da habe ich folgenden Gesprächfetzen von meiner Tochter aufgeschnappt: "Meine Mutter hat so lange keine Süßigkeiten gekauft, bis ich es überhaupt nicht mehr ausgehalten habe. Da habe ich sogar schon auf Äpfel zurückgegriffen."

Ein Drama, eine echte Tragödie, die das Bedauern ihrer Cousinen auslöste. Hattte sie doch aus purer Verzweiflung sogar  Obst statt Süßes gegessen.

Bioäpfel aus dem eigenen Garten, gesund und jederzeit verfügbar. Ein paar hundert Kilo liegen derzeit noch im Lagerraum ... .

Auch meinem Mann geht es nicht besser. Nur, dass er sich heimlich öfters dann doch noch was besorgt. Zuckerzeug macht eben süchtig, auch , wenn das so vielleicht nicht jedem bekannt ist.

Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. ;-)

Samstag, 3. November 2012

Wenn du was zu sagen hast, dann tue es!

Manchmal ist auch die Zeit dafür gekommen, nicht so erfreuliches feedback zu geben. Wir haben Ende Oktober bei einer Messeveranstaltung mitgemacht. Und weil nur hinterrucks über das Erlebte schimpfen nichts und niemanden etwas bringt, haben wir unsere Eindrücke für die Veranstalter in einem Brief festgehalten:


Sehr geehrte Herren,

wegen Zeitmangel komme ich erst jetzt zum Schreiben. Wahrscheinlich ist dies auch gut so, weil direkt nach dem Event wäre ich wohl zu wütend gewesen und hätte wohl bloß beschimpft. Das ist nicht sehr zielführend.

Ich hatte mit der Unterstützung meines Mannes einen Stand im Bereich der Kunstmeile während der ... messe. Ich war eigentlich mit der vorlaufenden Organisation zu Ihrer Veranstaltung und der freundlichen und entgegenkommenden Betreuung hoch zufrieden, genauer gesagt richtig begeistert.

Leider mussten wir dann feststellen, dass dieser Bereich so gut wie gar nicht besucht wurde. Oft waren nicht einmal 3 Besucher gleichzeitig in unserer Halle. Dies kam unserer Meinung nach da her, dass der Besucherstrom nicht durch oder zur Kunsthalle geleitet wurde.

Viele Besucher wussten gar nicht, wo sie die Kunstmeile finden konnten, bzw bemerkten gar nicht, dass sie existierte. Und mit der Esoterikhalle war es ebenso. Die Beschilderung und Hinweise auf die Kunstmeile waren praktisch nicht vorhanden. Auch der hintere Eingang war völlig ohne Schild.

Die Menschenströme sind durch die Haupthalle und die Hochzeitshalle oder umgekehrt geströmt, doch nur wenige fanden den Weg zur Kunstmeile. Es klebten lediglich zwei A3-Plakate auf dem Fußboden, welche durch den regen Besucherstrom innerhalb des Hauptbereichs nicht bemerkt werden konnte, da stets Leute darauf standen und sie verdeckten. Ehrlich gesagt würde ich selbst auch nie auf die Idee kommen, Veranstaltungshinweise auf dem reichlich begangenen Boden zu suchen und ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass dies sonst irgendjemand tut. Nicht bei diesen Menschenmengen.

Es gab keinerlei Hinweise wie Transparente oder auch Plakate auf den Wänden. Nichts in Augenhöhe gab einen Hinweis auf den Bereich in Halle 4. Von gezielter Werbung kann man da wohl nicht sprechen.

Ansagen wurden auch erst dann gemacht, wenn immer jemand von uns darauf hingewiesen hat, wobei die Ansagen selbst, wenn sie einmal nach mehrmaligem Urgieren durchgesagt wurden, gut waren. Bei den sehr hohen Standkosten könnte man wohl erwarten, dass es auch etwas mehr Unterstützung geben sollte. Wie uns andere Aussteller erzählten, war es auch in den vorangegangen Jahren so, doch dieses Jahr sei bisher am Schlechtesten organisiert.

Das so auf diese Weise nicht sehr viel, bzw teilweise auch gar nichts von den einzelnen Standbetreibern verkauft werden oder in sonst einer Weise profitiert werden konnte, ist kein Wunder.

Uns wurde auch zugesagt, dass das Kindertöpfern, welches wir zusätzlich anboten, mehr beworben wird, weil ein bisschen Kinderprogramm sehr erwünscht wäre. Doch viele Leute haben uns mitgeteilt, sie hätten die Kinder extra zu Hause gelassen, weil sie nicht wussten, dass es auch etwas für Kinder gibt. Nicht nur wir hatten etwas für Kinder im Programm, auch auf anderen Ständen gab es derartige Angebote. Ich finde es sehr schade, dass diese ebenso nicht richtig beworben wurden und denke, dass es eigentlich auch im Interesse von Ihnen sein müsste, da sowohl die Kinder als auch die Eltern unserer Erfahrung nach froh über ein bisschen Abwechslung sind, bzw die Eltern so auch ein wenig Freiraum gewinnen können.

So entstand bei uns und den meisten anderen Standbetreibern in diesem Bereich der Eindruck, dass die Künstler nur als Melkkühe betrachtet werden. Ich selbst habe jedenfalls noch nie solch schlechtes Marketing erlebt. Oder ist dies wirklich die Auswirkung des Desinteresses Ihrerseits an diesen Bereichen?

Ihre Sichtweise bezüglich der oben genannten Punkte würde mich sehr interessieren, da ich gerne verstehen würde, wie diese Situation zustande gekommen ist, bzw. ob das generell nn ihrem Veranstaltungsort so zu erwarten ist. In Erwartung Ihrer Antwort,

mit freundlichen Grüßen,  

Bin ja gespannt, ob eine und wenn, welche Reaktion da kommen wird. Änderung kann nur dann geschehen, wenn ich in meinem Fluss weiter gehe und dem, was gesagt, oder getan werden muss auch nachgehe. Die andere Variante wäre, die Wiederholung der Situation zu meiden. Jedoch auf diese Weise wird sich nichts verändern. Ich bin überzeugt davon, dass sich nur dadurch, das wir ins Gespräch treten uns der anderen Sicht bewusst werden und sich neue Wege auftun können oder sich eben auflösen werden.Wie auch immer, wir werden sehen ...

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