Montag, 30. Januar 2017

Giftfrei gärtnern, aber wie?


Falls es sich noch nicht herumgesprochen hat. In unserem Projekt versuchen wir uns und der Umwelt zuliebe so naturnah wie möglich zu gärtnern. Um dies schaffen zu können, haben wir viel ausprobiert und für uns Methoden entwickelt, um auf dieser Art von Boden auch gut zurecht zu kommen. Vieles funktioniert nämlich nicht auf unserer lehmreichen Erde wie anderorts.

  1.  Ja, wir graben um und wir krümeln auch, um die Erdoberfläche vor dem Austrocknen zu schützen. Zusätzlich bringen wir Mulch auf. Das nährt, schützt vor Trockenheit, bietet Nützlingen Unterschlupf und Nahrung und unterdrückt auch Beikraut. Unser Boden lässt sich am Besten in der kühlen, feuchten Jahreszeit bearbeiten. Ab den ersten warmen Tagen beginnt er hart wie Granit zu werden. Da sollte dann schon die ganze Auflockerungsarbeit geschehen sein. 
     

  2. Durch das Mulchen wird der Boden auch gedüngt. hier wechseln wir je nach Bedarf der Pflanzen zwischen Asthächsel, Strohstreu vom Ausmisten, Grasschnitt, Laub und Schafwolle. Außerdem arbeiten wir mit Hasenkompost. Futter -> Hase -> Kot -> reichhaltiger Kompost

  3. Wir fördern gezielt Nützlinge. Dies tun wir mittels Totholzhaufen, Trockenmagerbeeten - sogenannten Hotspots - und auch unseren selbst erzeugten Insektenhotels. Und wir achten darauf, dass immer etwas blüht, was unsere fleißigen Bienen lieben. Warum? Weil wir so zum Beispiel die Wildbienen mit Futter- und Lebensraumangeboten unterstützen. Käfern und anderen Insekten Wohnraum bieten und auch Schädlinge abwehren. Die keramischen Insektenhotels habe ich speziell zur Blattlausabwehr im Einsatz. Jeder Obstbaum hat mindestens ein eigenes. Fazit: funktioniert super und ist umweltfreundlich.

  4. Durch die Nützlingsförderung unterstützen wir auch das Überleben ihrer Fressfeinde wie Singvögel und Amphibien, denen wir auch extra Wasserstellen zum Laichen und wohlfühlen anbieten.
  5. Schnecken bekämpfen wir händisch durch absammeln und mit unseren gefiederten Freunden, sprich Enten und Hühner.

  6. Wir legen Mischkulturen an. Das wichtigste ist hierbei, nicht Pflanzen der selben Familie nebeneinander anzubauen, da sie die selben Schädlinge und Krankheiten anziehen. Natürlich sollte man auch beachten, welche Pflänzchen gut miteinander verträglich sind. Erdäpfel lieben es zum Beispiel gar nicht, in der Nähe von Apfelbäumen in die Erde gebracht zu werden. Ebenfalls wichtig ist es, die Fruchtwechselfolge beachten! Jede Pflanze benötigt andere Nährstoffe. So kann sich der Boden besser regenerieren, und das Gesäte ist auch gegen Schädlinge robuster.

  7. Wir setzen auf Vielfalt aus biologischem Anbau. Pestizide werden oft nur sehr langsam abgebaut. So kann eine gespritzte Pflanze die Insekten noch Monate lang vergiften. Dies betrifft leider auch das Saatgut. Mehrere Sorten einer Pflanze bringen den Vorteil, dass es weniger Ausfälle durch Witterungseinflüsse gibt. Und wer kann den schon wirklich bis ins kleinste Voraussehen, wie das Wetter übers Jahr sein wird? Außerdem lieben wir es bunt!

  8. Auch die Beikräuter lassen sich hervorragend verwerten. Darum dürfen sie bei uns stehen bleiben. Ob Nahrung für uns selbst und unsere Tiere, als Kräutersirup, selbst gerührtes Salberl oder Hustensaft, als Spritzmittel für Notfälle, auch sie haben hier Platz und werden geschätzt.
So versuchen wir auch, unseren Beitrag zum Schutze von Mutter Natur zu geben, und wir dürfen jeden Tag neues dazu lernen. Das natürliche Leben ist faszinierend!

Fragen dazu? Setz dich mit uns in Verbindung.

http://www.use-roses.com

Sonntag, 22. Januar 2017

Mitten in der Ballsaison

Unsere "Kleine" hat heuer ihren ersten Ball besucht. Wir waren mit ihr am Bürgerball in der "Alten Spinnerei" in Pottendorf. Es war ziemlich lustig mit ihr.

Auch sie hat das Tanzfieber gepackt gehabt. Viele unserer Bekannten drehten sich mit ihr im Kreis. Wir natürlich auch.

Bei der Verlosung fieberte sie heiss mit. Und siehe da, da brachte sie auch schon ein Körbchen mit verschiedenen Lebensmitteln.

Wenn da nur nicht die neuen hohenSchuhe gewesen wären.

Jetzt wissen wir, Aschenputtel war heilfroh, als sie ihre Schuhe verloren hatte...